"Stationen" (AT)

Eine Projektidee, entstanden aus den Erinnerungen an SMTB. Von Ulrich Hüni und Eberhard Köhler

 

Bei "small town blues" XXL war es die Sehnsucht Treffendes, Echtes über die Menschen zu erfahren. Mehr, als es die normalen Prozesse hergeben, mit denen Herkunft und Vergangenheit der Mitmenschen dargestellt werden.

 

(Jacques Müller, Hotelmanager)

"Wenn man so auf die Mitte Fünfzig zugeht, „Best Ager“ wird, dann stellt

man fest, dass das eigene Leben in Kapitel zerfällt. Kapitel, Geschichten,

Einzelnes."

 

Jetzt, fünfzehn Jahre später ist diese Sehnsucht immer noch da, allerdings nicht vor allem auf Herkunft bezogen, sondern auch

mit dem Interesse an Lebenswegen und Inhalten.

 

"..Ich bin nicht sicher ob diese Kapitel einen anderen Zusammenhang haben,

außer, dass dieselbe Person sie durchlebt hat."

 

Die Frage der Herkunft scheint nicht mehr so erhellend, eher die, wie man sich im Leben so umgetan hat. Wo man stehen blieb, wo vielleicht das Leben an einem vorbei rannte, wo es gefühlt ein erfülltes Leben war. Und wie es so weitergeht.

 

"..-Ob das jugendliche Ich den Mittfünfziger erkennen würde,

wage ich zu bezweifeln. Umgekehrt aber auch.

Will ich mit dem jugendlichen Ich, was aufgeregt zwischen,

Präpotenz und Unsicherheit hin und her strampelt überhaupt

etwas zu tun haben?..."

 

Die erfolgreiche Karriere ist ja kein Garant für ein erfülltes Leben und Scheitern heißt auch nicht automatisch, dass es spannend und unterhaltsam war.

 

".. Und ob mir der übergewichtige, selbstgefällige, alte

Sack, als der ich heute bestimmt erscheine, gefallen würde, -

ich wage es zu bezweifeln. 

Ich würde allerdings auch behaupten, dass das jugendliche Ich

eine Verwandlung in das heutige Ich als zu unwahrscheinlich

ablehnen würde.

Schon die Zwischenstadien würden sich nicht verstehen..."

 

Wie also die Maßstäbe setzen und die Fragen anbringen?

 

"...All diese Zeiten, in denen das Leben an ungünstiger Ecke stehen

blieb und ich nicht wusste, wie und wo es weitergehen sollte..."

 

Noch kreieren wir erste Fragebögen, denken uns erste Inszenierungen aus, sondieren Räume und Wege. In den nächsten Monaten wird es hoffentlich die ersten kleinen Testläufe geben, so die äußere Situation das zulässt.

 

Wenn Dich das Projekt interessiert, inspiriert,

sei es zur Mitarbeit oder dem Wunsch, Gast zu sein

oder aus reiner Neugierde -

melde Dich unter ulrich.hueni@raum4.org.

Wir nehmen Dich mit.